Schutzkonzept zur Wiederaufnahme von Präsenzgottesdiensten

Nach mehrwöchigem Verzicht auf Präsenzgottesdienste hat die Landesregierung deren Wiederaufnahme in NRW ab dem 3. Mai 2020 gestattet. Die Evangelische Kirche von Westfalen hat sich ihrerseits verpflichtet, die erforderlichen Auflagen verbindlich einzuhalten. Grundlage dazu sind die „Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland“. Zur Umsetzung und Einhaltung dieser Regeln auf Gemeindeebene beschließt das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenau das folgende Schutzkonzept.

Prämisse

Das Presbyterium ist sich in der Zeit der Gefährdung seiner besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der „Nächsten“ bewusst. Ziel aller im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden.

Information

Die Wiederaufnahme von Präsenzgottesdiensten wird über die üblichen Kommunikationswege [ Schaukästen / Lokalzeitung / Gemeinde-Homepage] angekündigt.

Mitgeteilt werden für diese Predigtstätte:

·         Zeiten und Orte der Gottesdienste

·         Teilnahmebedingungen (s.u.)

·         Zulassungsbegrenzung: Es steht nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen zur Verfügung

·         Hinweise zum Gottesdienstbesuch:

o   Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten

o   Eintrag in Anwesenheitslisten

o   Sitzordnung

o   Hygieneregelungen

o   Abstandsgebot

o   Kein Gesang

Auch bei der Begrüßung an oder vor der Kirchentür werden die Besucherinnen und Besucher schriftlich und mündlich über die neuen Regelungen informiert.

Teilnahmebedingungen

Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln.

Es gilt das Abstandsgebot. Körperkontakt und physische Nähe bleiben im Kirchraum untersagt. Ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter zum Sitznachbarn ist einzuhalten.

Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist erforderlich.

Das Gemeindesingen unterbleibt; ebenso Chorgesang und Bläserchor.

Erkrankten und gefährdeten Besucherinnen und Besuchern wird die Teilnahme nicht empfohlen. Sie werden gebeten, auf mediale Gottesdienste (Internet, Radio, Fernsehen) oder auf Hausandachten auszuweichen.

Teilnehmenden-Obergrenze

Die Zahl der Plätze pro Gottesdienst ist, abhängig von der jeweiligen Raumgröße, begrenzt. In der Evangelischen Kirche Lichtenau (127qm, 152 Sitzplätze) wird die Teilnehmendenzahl in der Kirche auf 23 Personen (inkl. Pfarrperson, Küsterin, Organist, PresbyterIn, die im Altarraum, bzw. auf der Empore (Organist) sitzen). begrenzt.  Daraus ergeben sich 19 Plätze für Teilnehmende. Ist die Obergrenze erreicht, kann kein Einlass mehr gewährt werden.

Am Eingang werden Anwesenheitslisten geführt, in die die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eingetragen werden. Die Listen dienen ausschließlich dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können; sie werden nach einem Monat vernichtet.

Abstandswahrung

Vor der Kirchentür und im gesamten Kirchraum gilt das Abstandsgebot. Der Sitz- und Stehabstand zwischen Personen in jede Richtung beträgt 1,5 bis 2 Meter.

Das Betreten und Verlassen der Kirche wird geordnet organisiert. Es ist sichergestellt, dass der Abstand auch bei Ein- und Ausgang gewahrt bleibt, beispielsweise durch eine Einbahnstraßenregelung: In der Evangelischen Kirche Lichtenau erfolgt der Zugang durch die Eingangstür. Damit die Teilnehmenden sich innerhalb der Kirche nicht begegnen, erfolgt die Zuweisung der Sitzplätze von vorne nach hinten, nach dem Gottesdienst verlassen die Teilnehmenden die Kirche in umgekehrter Reihenfolge.

In der Evangelischen Kirche Lichtenau werden Sitzplätze durch Aufkleber „versetzt“ markiert, mit entsprechendem Abstand zur Seite sowie nach vorn und nach hinten. Personen, die in einem Haushalt leben, können nebeneinander sitzen. Dafür werden bestimmte Sitzplätze vorgehalten.]

Die Anzahl der markierten Sitzplätze überschreitet nicht die Zahl der Personenobergrenze.

Hygiene

Die allgemeinen Hygieneregeln sind auch im Gottesdienst einzuhalten.

Die Kirchengemeinde stellt dafür Desinfektionsmittel bereit

Türgriffe und Handläufe, Bänke und Stühle, werden desinfiziert. Die Räume werden vorher und nachher ausreichend gelüftet.

Das Tragen von Mund-Nase-Masken ist erforderlich. Die Kirchengemeinde stellt solche Masken für diejenigen Gottesdienstbesucher bereit, die ohne Maske zum Gottesdienst kommen.

Das vorliegende Schutzkonzept gilt ab dem  5.7.2020.

 


Online-Angebote aus der EKvW

In Zeiten, wo das öffentliche Leben immer weiter eingeschränkt wird, kommt den Online-Angeboten der evangelischen Kirche eine wachsende Bedeutung zu. Da auch unsere evangelische Kirchengemeinde bis mindestens den 19.April 2020 keine Gottesdienste anbieten kann stellen wir hier ein paar links ein, unter denen diverse Online-Angebote sowie Hinweise zu Radio- und Fernsehsendungen zu finden sind.

Online-Angebote aus der EKvW mit Hinweisen zu Radio- und Fernsehprogrammen:

https://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/corona/westfalenweit-verbunden/

Gottesdienste online des Institutes für Aus-, Fort- und Weiterbildung:

institut-afw.de/wir-ueber-uns/fachbereiche/gottesdienst-und-kirchenmusik/links-und-tipps-zu-gottesdiensten-in-zeiten-von-corona/

 

 


Veränderungen beim Abendmahl

Im November 2019 hat die Landessynode unserer westfälischen Landeskirche (das ist eines der Leitungsgremien unserer Kirche) einen weitreichenden Beschluss über die Feier des Heiligen Abendmahls in unseren Gottesdiensten gefasst.

Bisher galt ja für das Abendmahl folgende Regelung, die im Artikel 185 der Kirchenordnung festgelegt war:

(1) Die Zulassung zum Abendmahl kann denjenigen erteilt werden, die über das Sakrament hinreichend unterrichtet worden sind und vor der Gemeinde oder in einer entsprechenden Feier ein Bekenntnis des Glaubens abgelegt haben.

(2) Auf Beschluss des Presbyteriums können getaufte Kinder nach angemessener Vorbereitung vor der Konfirmation in dieser Kirchengemeinde am Abendmahl teilnehmen.

In der Praxis hieß das normalerweise: Mit der Konfirmation erhielt man die Berechtigung zum Abendmahl zu gehen. Manche Gemeinden haben das anders geregelt, aber das war die Grundlage.

Ab dem 1.1.2020 lautet der Artikel der Kirchenordnung nun:

Alle Getauften sind zum Abendmahl eingeladen.

Nachgelesen kann dieser Artikel der Kirchordnung auch online unter Kirchenrecht-Westfalen.

Das bedeutet, ab sofort dürfen alle getauften Menschen, ganz gleich, wie alt sie sind und welcher Konfession sie angehören, am Abendmahl teilnehmen.

Bitte wundern Sie sich nicht, wenn demnächst auch Kinder und Jugendliche beim Abendmahl dabei sind. In einer der nächsten Sitzungen wird das Presbytrium dann noch einmal ausführlich über unsere Abendmahlspraxis nachdenken müssen, ganz besonders über die Frage von Wein und Saft.